SeelenGarten Cardea-Therapie

Die Ausbildung zum Cardea-Therapeuten

Konzeption des Cardea-Therapie®-Kurses

 

Zeitumfang der Ausbildung:

36 Unterrichtseinheiten

Erstes Ausbildungsjahr: 12 Samstage

Zweites Ausbildungsjahr: 12 Samstage, 12 Sonntage, insgesamt 36 Tage

Kurszeit 9.00–16.00 Uhr

 

Zulassungsvoraussetzungen:

Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach HeilprG (abgeschlossen oder in fortgeschrittener Ausbildung)

Im Verlauf der zwei Ausbildungsjahre müssen mindestens 15 Stunden eigene Supervision (Körper- und Psychotherapie nach eigener Auswahl, freier Therapeutenwahl) nachgewiesen werden

Unterschriebene Erklärung, dass keine psychische Erkrankung des Kursteilnehmers vorliegt und der Hinweis, dass bei Auftreten einer entsprechenden Störung die Kursleitung unverzüglich informiert werden muss.

 

Abschlussvoraussetzungen:

Abfassung einer schriftlichen Arbeit im Umfang von mindestens 25 Seiten, Thema selbstgewählt, bezogen auf eines in der Ausbildung behandelten Themen

Darstellung eines Falls: Anamnese, Diagnosestellung, Differentialdiagnose, Therapievorschlag (Umfang 10 Seiten)

Supervidierte Arbeiten innerhalb der Ausbildung im Kurs

 

 

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Grundlagen, Curriculum und Darstellung der Ausbildungsinhalte

 

In der Cardea-Therapie® verbinden sich prozess- und lösungsorientiert Gesprächspsychotherapie, systemische Arbeit und hypnotherapeutische Interventionen.

Zu uns kommen Menschen mit individuellen Problemen, aber durch unsere Verbundenheit mit vielen verschiedenen Systemen (Familie, Arbeitsplatz, Freizeitgestaltung) wirken Sorgen, Nöte, aber auch die positive Verwandlung, Lösungsstrategien und daraus resultierendes Wohlbefinden in die gesamte Gesellschaft hinein. Wer gut in sich ruht und im Besitz seiner inneren Stärke ist, besitzt Strahlkraft in seine Umgebung hinein. Wer seine Stärken kennt und leben kann, öffnet seinen Mitmenschen den Raum, ebenfalls in ihre Kraft zu kommen.

Das Augenmerk liegt auf dem Potential, der Salutogenese, nicht auf der Pathologie. Unsere Blickrichtung ist weg vom Kranken, hin zum Gesundenden und Gesunden. Ein Mensch, der gut aufgestellt ist, bietet seinem Umfeld eine Quelle der Inspiration und Ermutigung. Wer sich zutraut, seine Themen aktiv anzugehen und erfolgreich zu Lösungen zu finden, nimmt sein Umfeld liebevoll mit in dieses Vertrauen.

 

Erstes Ausbildungsjahr: Grundlagen der Gesprächspsychotherapie

 

„Ich erkenne mich selbst – ich erkenne den anderen – Ich und Welt“

 

Zweites Ausbildungsjahr: Intensive therapeutische Interventionen im Bereich systemischer Arbeit und Hypnotherapie


„Erkennen und Handeln mit Herz und Verstand – Arbeit mit Systemen“

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„Vertraue dem Prozess – Arbeit mit dem Unbewussten als Quelle kreativer Problemlösestrategien“

 

Cardea-Therapie® wird inspiriert von zahlreichen therapeutischen Konzepten und Ansätzen, die ein vergleichbares Menschenbild haben: Achtung, Respekt und Wertschätzung sowie das Wissen, dass jeder Mensch in sich alles besitzt, was er braucht, um sein Leben erfüllt und selbstständig zu gestalten. Therapie ist als Unterstützung in schwierigen Lebensphasen gedacht, als „Hilfe zur Selbsthilfe“, um den Klienten zu stärken und das Vertrauen in ihm wachsen zu lassen, dass er sein Leben sehr gut selbst wieder in die Hand nehmen kann und wird. Als Grundlage dienen neben dem traditionell christlichen Gedankengut des Westens auch buddhistische Einflüsse und das Menschenbild der Anthroposophie.

 

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Gestaltung der Ausbildung

 

Die Cardea-Therapie®-Ausbildung ist für zwei Jahre konzipiert. Es besteht die Möglichkeit, einen halbjährigen Block „Die innere Schulung des Therapeuten“ im Anschluss an die Grundausbildung zu belegen. Der Kurs ist fortlaufend, kein rollierendes System, so dass ein Quereinstieg nur bis zum dritten Kurstag erfolgen kann. Die Kurstage gliedern sich in theoretische Grundlagen und praktisches Tun, im zweiten Kursjahr wird der theoretische Anteil zugunsten des praktischen Anteils geringer. Dafür wird die systemische praktische Arbeit großen Raum einnehmen. Mehrere Kurswochenenden dienen komplett dem Üben aller in den zwei Jahren erarbeiteten Techniken.

 

Qualifizierung

Der Ausbildungsgang wendet sich an Menschen, die auf der Grundlage des Heilpraktikers beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie oder eines vergleichbaren Abschlusses nach einer Therapiemethode suchen, die für zahlreiche im Praxisalltag relevante Fragestellungen Techniken anbietet.

Kursbegleitend ist die eigene Supervision der Auszubildenden Voraussetzung, erwartet werden mindestens 15 Stunden Supervision bei Therapeuten eigener Wahl.

Am letzten Kurswochenende wird die eigenhändig erstellte Abschlussarbeit im Umfang von mindestens 25 Seiten präsentiert, in der sich die Kursteilnehmer mit einem Thema aus dem gesamten Spektrum vertieft befasst haben. Ebenfalls zur Qualifizierung notwendig ist die Darstellung eines Falls, der mit Hilfe der erlernten Techniken bearbeitet wurde.

 

Inhaltliche Struktur der Ausbildung

Die Ausbildung folgt einer inneren Struktur.

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Die Grundhaltung des Cardea-Therapeuten

Durchgehend während der gesamten Ausbildung werden therapeutische Grundhaltungen vermittelt, die die Techniken durchdringen und stark in die Persönlichkeitsentwicklung des angehenden Therapeuten hineinwirken. So entfalten sich die Menschen innerhalb des Kurses individuell, um dadurch auch die Grundfähigkeit zu entwickeln, ihren Klienten ähnliche Wachstumsräume zu generieren.

Bei diesen Grundhaltungen handelt es sich um:

 

 

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Lehrplan/Curriculum der einzelnen Kurstage

 

Erstes Ausbildungsjahr: Kurstage Samstag 9 bis 16 Uhr

 

1. Samstag: Einführung

Theorie:

Was ist Therapie? Formen, Möglichkeiten der humanistischen Psychotherapie für Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, Leid/Krankheit und eigene innere Einstellung Beratung – Therapie – Coaching: Was ist was? Körper – Seele – Geist Therapeutentypen: direktiv und non-direktiv, wer bin ich?

Praxis:

Ausstattung, Raumeinrichtung, Flyer, Visitenkarten, Homepage, Inhalte und Darstellung! Welches Setting? Klientenfragebogen, Hausaufgabenstellung ja oder nein? Erwachsene – Kinder/Jugendliche – Paare: Welcher Klient passt zu mir? Arbeit mit verschiedenen Techniken, Plenum, Blitzlichtrunden.

 

2. und 3. Samstag: Gesprächspsychotherapie

Theorie:

Welche Arten der Gesprächspsychotherapie gibt es? Darstellung Rogers, Rational-Emotive Therapie nach Ellis, Vorstellung Gestalttherapie nach Perls (und jeweils, welche Elemente wir daraus für unsere Therapiemethode verwenden). Humanistische Verfahren generell. Was ist Kommunikation? Vorstellung Schulz von Thun, Marshall-Rosenberg etc.

Praxis:

Erstkontakt am Telefon, Erstgespräch in der Praxis, Fragetechniken, Praktische Übungen, Gestaltung von Fragebögen, Zusammenfassung: Was braucht es für eine erfolgreiche Gesprächstherapie? Grenzen und Gefahren der Methode!

 

4. Samstag: Philosophisches Coaching

Theorie:

Darstellung der Methode, Erarbeitung der Technik (sokratischer Dialog, Arbeiten mit Texten) Bewährte Klassiker (z.B. Schopenhauer, Nietzsche, Sokrates, Platon, Augustinus, Hildegard von Bingen, Wilber etc.)

Praxis:

Wie arbeite ich mit Klienten im philosophischen Coaching? Welche Texte für welchen Klienten? Grenzen und Möglichkeiten der Methode!

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5.–7. Samstag: Unser Menschenbild

Theorie:

Temperamente, Sinneslehre, Rhythmen (Alltag, Lebenslauf), Biografie des Menschen, Leitfragen – Lebensthemen, Der berühmte rote Faden, Entwicklungspsychologie, Stress- und Resilienzforschung, Das innere Team – Glaubenssätze, aber auch Stärkungssätze!

Praxis:

Arbeiten mit dem Lebenslauf, Arbeiten mit künstlerischen Elementen in der Therapie: Aquarell, Pastell, Wachsmalkreide, TonKlang – die menschliche Stimme, Stimmung, stimmig werden – mit praktischen Übungen, Darstellung der Temperamente bis ins Körperliche, Übungen zur Sinnesschulung (entsprechen Achtsamkeitsübungen), Tierkreisgesten, Die Arbeit mit dem Schatten/Doppelgänger, Ausarbeitung von Lernfragen (= Lebensthemen), das innere Team erarbeiten und implementieren, Glaubenssätze erkennen und verändern!

 

8.–10. Samstag: Buddhistische Psychotherapie

Theorie:

Was ist Buddhismus – Schwerpunkt auf dem therapeutischen oder lebensbegleitend-verändernden Aspekt, Vorstellung der Buddhistischen Psychotherapie, Techniken der buddhistischen Therapie, die für unsere Methode kompatibel sind, christliche Psychotherapie, christliche Mystik.

Praxis:

Achtsamkeitsübungen, Meditation im Alltag (ich befreie mich nicht von meinen Problemen, sondern INMITTEN meiner Probleme), Chöd-Technik „Meeresstille des Gemüts“ – wie erlange ich innere Ruhe, Metaebene erarbeiten: Der Esel in der Toskana!

 

11. und 12. Samstag: Körperarbeit

Theorie:

Was sind Körpertherapien? Warum arbeiten wir mit dem Körper, wenn es um psychische Probleme geht? Leib-Seele-Thematik, Welche Körpertherapien sind für welche Krankheitsbilder sinnvoll? Wie schaffe ich mir ein Netzwerk von Therapeuten, die ergänzend zu meiner Psychotherapie arbeiten? Welche Rolle spielen Ernährung und Genussgifte im Bereich der Psyche.

Praxis:

Vipassana – Achtsamkeitsübungen, Body Scan und Focusing: Elemente, die wir für uns herausziehen können, Verwendung von Heilpflanzen für die Psychotherapie, Aromatherapie, Bäder, Wickel und Wasseranwendungen, die auf die Psyche wirken, Ernährung und Lebensgestaltung praktisch!

 

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Zweites Ausbildungsjahr: Kurstage Samstag und Sonntag 9 bis 16 Uhr

 

13. bis 35. Tag: Systemische Therapie und Hypnotherapie

Die Tage gliedern sich immer in einen theoretischen und praktischen Teil.

Was ist systemische Therapie? Geschichte der systemischen Therapie. Morphogenetische Felder. Theoretische Methodendarstellung. Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren der Methode. Indikationen und Kontraindikation. Verantwortung des begleitenden Therapeuten, Wahrnehmungsübungen für das Feld. Aufstellungstechniken (Kissen-, Figuren-, Blätterarbeit, Aufstellung mit Stellvertretern, Fragetechniken), Setting der Aufstellungen. Gruppendynamik, Halten der Gruppe. Innere Stütze der aufstellenden Person. Üben aller Varianten in Kleingruppen und im Plenum.

 

Einführung in die Hypnotherapie

Theorie:

Methode, Geschichte, Techniken, Was ist Hypnotherapie? Tiefenpsychologische Grundlagen (Modell aus der Psychoanalyse, Abwehrmechanismen, die Arbeit von Milton Erickson und Fortentwicklung von direktiver hin zu non-direktiver Arbeitsweise) Von der Phantasiereise zur freien Arbeit, Theoretische Darstellung der Techniken, Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren der Methode. Indikationen und Kontraindikation, Verantwortung des begleitenden Therapeuten.

Praxis-Inhalte aller Tage:

Induzierung von Hypnose, Arbeiten mit den verschiedenen Techniken, Beenden der Hypnose, Nachgespräche.

 

36. Tag: Abschluss

Abschließendes Impulsreferat: Das Babuschka-Modell der Therapie, die holistische Sicht und der Begriff der Seel-Sorge (Brückenschlag West–Ost), Vorstellung der Abschlussarbeiten der Kursteilnehmer in Kurzreferat, eventuell Demonstration, Bildarbeit etc. Feedbackrunde!

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(C) 2013 Christine Krokauer