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Fertig mit fertig

Die Uhr wurde vorgestellt. Resultat nach einer knappen Woche Sommerzeit: Um 21 Uhr fühle ich mich wie sonst um 24 Uhr. What?! Das System hat sich noch nicht vernünftig eingeregelt. Liegt vielleicht auch nicht nur an der Uhrumstellung, auch das warm-kalt draußen ist anstrengend. Der Bruder liegt im Rollstuhl wie plattgewalzt. Der Biobauer hat einen Kasten Biocola gebracht. Ich frage zum Mittagessen: „Jemand Cola?“ Alle „JA!!!!“ Wir kippen das Cola, gucken uns an, warten. Nix. 30 Minuten (und gespült und gewickelt) später: Nix. Mitternacht: alle wach. 1 Uhr, wir lesen, der Bruder wirft das Bettzeug durchs Zimmer, fordert lauthals Frühstück. Ich hoffe, dass uns das Wochenende hilft, uns mal wieder richtig einzunorden. Wir haben es mehr als nötig, uns zu erden, durchzuatmen und langsam aus dem kollektiven Tal zu klettern. Kommentar des Gemahls: „Langsam nervt das Fertigsein, oder?“

Wir geben uns bis Montag, die letzten 7 Tage Revue passieren zu lassen, um Montag fertig mit dem Fertigsein zu sein. Wir haben vielleicht immer seltsame Ideen, echt wahr.

Hab es wonnig und sonnig.

 

Goetheanum Dornach.

Wandelprozesse

Wandelzeiten sind Häutungsprozesse. Nicht ganz schmerzfrei, denn zarte neue Haut ist empfindlich. Sei liebevoll mit dir.

Treppenhaus im Goetheanum in Dornach.

Abgrenzung

Abgrenzung – ein wichtiges Thema. Menschen, die Verantwortung für andere tragen, dürfen immer wieder üben, fremdes Schicksal nicht zum eigenen zu machen. Es geht darum, hinzuhören, was gesprochen wird, nachzufragen, ob und welche Unterstützung benötigt/gewünscht wird und zu vermeiden, dass die betroffene Person alles auf einen projiziert nach dem Motto: „Mir geht es schlecht und das übernimmst du jetzt mal, mir ist es zu schwer“.

Oh ja, es gibt schwere Schicksalsherausforderungen, bei denen man weder Land sieht noch Optionen, sie zu bewältigen. Lange schon begleitet mich ein Satz der jüdischen Dichterin Mascha Kaléko: „Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond.“ Das, was hier in meinem persönlichen Feld geschieht, hat auf den Kosmos das wenig Auswirkungen, dennoch geht die Sonne auf und unter. Das hilft, ins Vertrauen zu gehen, dass Lösungen schon entstehen werden. Es hilft Helfenden, das Leid, dessen sie gewahr werden, egal ob als ärztliche, therapeutische Kraft, im Rettungsdienst, in Krisengebieten, als Personaler, Lehrende oder wo immer wir Leid berichtet bekommen, sich klarzumachen: „Ich höre hin. Ich kann dich halten. Aber ich werde dir nicht die Last abnehmen, dir zeigen, dass du sie hier in diesem Rahmen mal loslassen kannst.“

Wie geht Abgrenzung? Hülle dich bewusst in etwas Blaues innerlich ein – Mäntel von Schutzmantelmadonnen sind blau. Stell dir vor, dass du in ein zartes Blau eingehüllt bist, behütet, die Außenschicht ist undurchlässig. Du siehst das Leid des anderen und es darf vor dir stehenbleiben. So kann man helfen – indem man dem anderen Menschen das Vertrauen gibt, Themen anzugehen, zu Lösungen zu kommen, auch miteinander.

 

Hab einen gut abgegrenzten Tag, wenn das deine Herausforderung ist!

 

Wasser überwindet jedes Hindernis. In der Natur erholen wir uns oft am nachhaltigsten. Theresa hat das Bild in Schweden gemacht, Dankeschön.

Über Grenzen

Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber.

Hafis

Theresa hat den nördlichen Polarkreis überschritten und nimmt uns per Foto mit auf die Reise. Danke!

Nicht alles liegt nur an dir

Zwei Ströme im Schicksalsweben des Menschen – das, was von innen seelisch begründet in die Welt hinausströmen will und das, was von Außen kommt. Immer wieder müssen wir im Leben Dinge bewältigen, die von Außen kommen. Es liegt nicht immer in unserer Hand, was durch die Außenwelt hereinbrechen kann. Die Frage ist dann – auf welches Innen trifft so eine Welle? Kann es das System gut abpuffern, damit umgehen, sich erholen, die Chance in der vermeintlichen Katastrophe erkennen oder ist das System im Inneren gerade selbst müde, schwach und erschöpft und fühlt sich dem großen Ganzen wie ausgeliefert und entscheidet sich für Aufgeben oder braucht Zeit, bis akzeptiert werden kann, was nicht änderbar ist?

Mir hilft oft Hesses Gedicht „Stufen“, in dem es heißt: „Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise/Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,/Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,/Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen./Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde/Uns neuen Räumen jung entgegensenden,/Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …/Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Manchmal erwiesen sich gravierende Veränderungen als wesentlicher Entwicklungsschritt, manchmal ging es offenbar vor allem darum, Aushalten oder Ertragen zu lernen. Manchmal erkennt man auch nach Jahren keinerlei Sinn. Erkennen lässt sich das erst in der Rückschau.

Für alle im Chaos: Atmen. Einfach atmen und ganz bewusst in die Natur hinausgehen, die uns in diesen Tagen ganz besonders zeigt: das Leben folgt einem ewigen Kreis von Werden und Vergehen, wo jetzt etwas schwindet, kommt dafür neues Leben.

 

Engel auf Bornholm. Theresa hat ihn entdeckt. Danke für das Bild!

Zwei Strömungen

Das Schicksal setzt sich zusammen aus zwei Tatsachengestaltungen, die im Menschenleben zu einer Einheit zusammenwachsen. Die eine entströmt dem Drange der Seele von innen heraus; die andere tritt von der Außenwelt her an den Menschen heran.

Rudolf Steiner

Bald blüht es im Garten der Klinik Arlesheim wieder so schön wie im Mai 2014. Vorfreude!

Zukunft, die wir nicht mehr erleben

„Interessiert dich auch die Zukunft, die du nicht mehr erleben wirst?“ Spannende Frage aus „77 Zukunftsfragen. Ein Notizbuch zur Reflektion über die Zukunft“ von The Future:Projekt.

Ich habe nachgedacht, wann für mich Zukunft „beginnt“ und „endet“ und festgestellt: Für mich persönlich beginnt Zukunft mit dem nächsten Atemzug und endet gar nicht.

Die Frage zielt (auch) darauf ab, ob es für unser Handeln und Sein eine Rolle spielt, für künftige Generationen so leben wollen, dass wir ihnen eine gute Erde hinterlassen. Das ist keine Frage, sondern selbstverständlich, dass wir nur so handeln dürfen, denn uns gehört hier nichts.

Ich für mich kann nicht anders als permanent Samen säen in meiner Arbeit. Wann und wo immer sie aufgehen, liegt nicht in meiner Hand. Ja! Die Zukunft, die ich nicht mehr erlebe, interessiert mich sehr! So sehr, dass das der einzige Grund wäre, lang zu verweilen, weil mich die Neugierde plagt, was denn aus vielen guten Ansätzen, Ideen, Anstrengungen und Bemühungen wird. Volles Ja zur Zukunft, VOR ALLEM unter dem Aspekt, dass der meiste Teil davon NACH meiner Existenz stattfinden wird. So erst recht!

 

Einen kraftvollen Marstag dir.

 

„Außenauge“ Stephanie macht gerade Ferien und schickt herrliche Fotos! Danke!

Gegenwart und Zukunft

Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart alles zu geben.

Albert Camus

Manchmal malen wir freundliche Botschaften auf den Gehweg vors Haus.

Alles enthalten

Aufstellungen sind Herzensanliegen. Am Sonntag durften wir wieder tief eintauchen in die Welt von Menschen, die Fragen an ihr System hatten. Vieles darf erkannt, gesehen, wertgeschätzt und gewürdigt werden. Fragen tauchen auf, finden vielleicht Antworten, Klarheit entsteht, Wege werden sichtbar, wo vorher keine waren oder man nicht den Mut zum Begehen hatte. Danke für dieses wundervolle Arbeiten. Die nächsten Möglichkeiten sind am 15. Juni, am 7. September und am 23. November.

Die vergangene Woche – erstaunlich. Todesnachrichten haben uns heftig getroffen von Menschen, mit denen wir auf vielerlei Weise verbunden waren. Manchmal stehen wir fassungslos, wenn jemand mitten aus dem Leben gerissen wird, ohne jede Vorwarnung. Zudem gab es Meldungen, die uns aus den Schuhen gehoben, wir nicht erwartet haben, die keinerlei Möglichkeit boten, sich darauf einzustellen. Schicksals-Schläge wirken auch so – man ist erst wie betäubt, es braucht seine Zeit, um zwischen emotionaler Stumpfheit und Wallung wieder die Mitte zu finden, um dann – eventuell – nach guten Lösungen zu suchen und parallel nach Wegen des Umgangs mit der Art der Nichtinformation oder eben „unerwartet“. Aus Kränkungen können Krankheiten entstehen und das gilt es dann zu vermeiden.

Auch Menschen, die im Umgang mit Krisen geübt sind, finden sich im Schleudergang wieder, sind für sie Nadelöhre eng, Bifurkationspunkte ähneln da eher achtzehnspurigen Straßenkreuzungen ohne jegliche Verkehrsregelung. Wie sagt es einer meiner Mentoren stets ruhig und in sich ruhend: „Am besten lernst du dich gleich wohlfühlen im freien Fall. Die Aussicht ist nie besser.“ Ich übe.

Allen einen Start in eine Woche guter Wege.

 

Simone hat das Foto gemacht – wenn wir so etwas Zauberschönes sehen, können wir doch gar nicht mehr anders als ins Vertrauen gehen, oder? Danke für dein wunderbares Bild.

Schönheit aus Raumesweiten

Wenn aus den Seelentiefen

Der Geist sich wendet zu dem Weltensein

Und Schönheit quillt aus Raumesweiten

Dann zieht aus Himmelsfernen

Des Lebens Kraft in Menschenleiber

Und einet, machtvoll wirkend,

Des Geistes Wesen mit dem Menschensein.

Spruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner für diese Woche.

Passend zu einem meiner Lieblingssprüche im Jahr das wundervolle Bild von Anna, ich danke dir dafür!

Kruscheltag

Manchmal brauche ich einen Kruschtag. Mealprep für die Woche ist heute dran, weil morgen Aufstellungen sind und ab dem Nachmittag meine beiden Eurythmiefortbildungen laufen. Flickwäsche wartet, beim Bruder verschleißt vieles schnell durch die Behinderung. Es ist, wie es ist.

Draußen im Garten haben die Schlüsselblumen entschieden zu blühen, die Tulpen sind gewaltig gewachsen und überall im Rasen haben sich die Märzveilchen meiner Schwiegermutter ausgesät, die sie uns noch Jahr bevor sie gestorben ist, mitgegeben hat. Darüber freue ich mich, sie sind nun wirklich in vielen Teilen des Gartens zu finden. Sie war ein absoluter Gartenmensch und immer stolz, dass sie bis zuletzt die Beeren und die Gartenernte gepflegt, geerntet und eingekocht hat. Jetzt haben wir ihre Veilchen und freuen uns sehr.

Allen ein schönes letztes Märzwochenende, nun starten wir bereits ins zweite Vierteljahr von 2025.

Halt und Haltung

Freitag. Heute steht intensiver Hausputz an, Einkaufen und am Nachmittag wieder Termine in der Praxis. Am Sonntag ist Aufstellungstag, ich freue mich, wenn wir Menschen auf ihren Wegen begleiten dürfen. Unsere Arbeit ist still, liebevoll, achtsam, sehr behütet, denn wir arbeiten immer mit unserem festen Team und der Person, die aufstellt. Keine Zuschauer, keine Stellvertreter, die später selbst eigene Themen stellen. Für uns ist das eine Frage des Respekts und der inneren Haltung, die auch in einer geschützten Form ihren äußeren Halt findet.

Halt und Haltung – das sind zwei Worte, über die ich in diesen Tagen sehr intensiv nachdenke. Für mich ist Haltung ein wichtiger Wert, denn nur, wenn wir eine Haltung einnehmen, unseren Standpunkt also verorten, Werte benennen, entsteht der Halt, die Leitlinie, an der wir uns auch in dunkleren Zeiten orientieren können. Wir brauchen das gerade außerordentlich, den Halt, die Haltung und das Vertrauen.

Allen einen liebevollen Venustag.

 

Leben findet sich an unerwarteten Plätzen. Stephanie hat das Bild gemacht, Danke!

Des Chaos Sohn

Da steh‘ ich schon

Des Chaos vielgeliebter Sohn!

Goethes Faustzitat (der Tragödie zweiter Teil) gilt auch für Töchter, vermute ich.

Muscheln, wohin das Kameraauge von Stephanie blickte. Danke dir!

Ganbatte!

Schön war es am Dienstag in der Alten Synagoge Kitzingen beim VHS-Vortrag über „Ganbatte“, das japanische Wort für „Ich gebe jeden Tag mein mir bestes Mögliche“. Was bedeutet das für uns? Vielleicht ist das eine freundliche Einladung, manchmal mehr Geduld zu entwickeln, den Mut, etwas aufzugeben, was gar nicht funktioniert, Ausdauer entwickeln in Form nützlicher Routinen, sich gegenseitig unterstützen, lieben lernen, was man tut, es durch Üben zur Meisterschaft bringen, sich bewusst werden, dass jeder mal klein angefangen hat und vieles mehr. So ein stärkendes Konzept! Es entspann sich im Anschluss an den Vortrag ein Austausch über Glück als Schulfach, Inspirationsquellen, Menschen, die uns ermutigen, was Kraft gibt – Danke dafür.

Am 29. 4. um 19.30 Uhr lautet das Vortragsthema in der Alten Synagoge „Was ist Lebensstilmedizin?“ Ohne Anmeldung, Abendkasse, herzlich willkommen!

 

Stephanie hat in Boa Vista, kapverdische Inseln, fotografiert. Dankeschön!