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Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht

Es blüht ein schönes Blümchen

Auf unsrer grünen Au.

Sein Aug‘ ist wie der Himmel

So heiter und so blau.

Es weiß nicht viel zu reden

Und alles, was es spricht,

Ist immer nur dasselbe,

Ist nur: Vergissmeinnicht.

Wenn ich zwei Äuglein sehe

So heiter und so blau,

So denk‘ ich an mein Blümchen

Auf unsrer grünen Au.

Da kann ich auch nicht reden

Und nur mein Herze spricht,

So bange nur, so leise,

Und nur: Vergissmeinnicht.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798–1874

Im Kurpark von Bad Wörishofen habe ich diese Vergissmeinnicht entdeckt und an Hoffmann von Fallerslebens Gedicht gedacht.

Alltagsirrsinn

Die kleinen Dinge sind es, die entscheidend sind. Mit  großen fetten Katastrophen kommen wir manchmal gefühlt einfacher zurecht als mit dem Alltagsirrsinn. Der tägliche Heckmeck bereitet uns Probleme. Warum richten wir dennoch gern das Augenmerk nur auf die wirklich fetten Klopse, anstatt uns den alles an Liebe und Zuneigung zu anderen vernichtenden Kleinkrieg anzuschauen und zu verändern?

Es ist ein tägliches Training, die Unachtsamkeiten im Alltag, die kleinen Verletzungen, Beleidungen, das Ignorieren Marke „letztes Blatt Klopapier auf der Rolle“, „Spül-/Waschmaschine/Trockner wäre fertig zum Aufräumen“, „Bitte Satzbehälter leeren“, „Müll raustragen“, „Katzenklo“, „Socken in die Wäsche“, „nimm bitte das Altpapier mit runter“ einfach zu erledigen. Einer meiner Lehrer, der sehr pragmatisch war und uns immer wieder darauf hinwies, dass das wirkliche Training (auch im spirituellen Bereich) im Alltag zu erledigen ist, prägte die These „Wahrnehmung verpflichtet“ und erklärte dazu: „In dem Moment, in dem du wahrnimmst, dass da eine Sache zu tun ist, tu sie einfach. Auch wenn du damit nicht dran bist. Mach es und gut. Das macht dich nicht zum Deppen vom Dienst, sondern lädt andere ein, ihren Anteil auch einfach zu machen. Auch wenn sie nicht dran sind. Dienen ist Freiheit, keine Unterjochung.“

Es hat gedauert, bis ich das gut verstanden habe. Ich übe mich darin nach wie vor. Es dauert, bis ich vom Üben in Meisterschaft komme, vielleicht sogar nie. Darum geht es auch nicht, sondern darum – was kann ich in diesem Moment tun?

 

Allen einen liebevollen Venustag.

 

Dieses Baumgesicht hat Aurelia beim Spaziergang im Wald entdeckt. Danke für dein Bild!

Wie Glück entsteht

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.

Wilhelm Busch, 1832–1908

Im richtigen Moment die Kamera gezückt hat Carmen in Amsterdam, als sie dieses lebensfrohe Fahrrad entdeckt hat! Danke für die Freude!

Zukunft mit ins Boot nehmen

Denken und Experimentieren – in Schopenhauers Zitat „Wohin Denken ohne Experimentieren führt, hat uns das Mittelalter gezeigt, aber dieses Jahrhundert lässt uns sehen, wohin Experimentieren ohne Denken führt.“ werden die Extrempole benannt. Vielleicht eine Einladung, sich bewusst zu werden, dass wir Denken als Grundlage nehmen könnten, die Experimente als Prototypen in die Testphase der Alltagstauglichkeit bringen und als neuen Aspekt (wir sind ja auch  mehr als ein Jahrhundert weiter als Schopenhauer) die Zukunft mit hineinnehmen, deren Zugkraft uns im Zweifel an die Hand nehmen und mittragen kann.

Es geht nicht ohne Denken, nicht ohne Probieren und nicht ohne die Erkenntnis, dass Zukunft kein ferner Raum ist, sondern einer, den wir durch eine Verbindung unserer drei großen Kraft- (und Nerven-)Zentren jederzeit betreten können. Dann sind wir im Kopf-, im Herz- und im Bauchgehirn verbunden und damit entsteht tragfähig Neues.

 

Allen einen freundlichen Jupitertag voller Vertrauen in die Kraft des Denkens, Experimentierens  und des für möglich Haltens, dass Zukunft wunderbar werden kann.

 

Meer kann man nicht oft genug bewundern, oder? Auch dieses Foto hat Sina gemacht. Danke dir!

 

Denken und Experimentieren

Wohin Denken ohne Experimentieren führt, hat uns das Mittelalter gezeigt, aber dieses Jahrhundert lässt uns sehen, wohin Experimentieren ohne Denken führt.

Arthur Schopenhauer, 1788–1860

Mittelalterliches Flair ganz anderer Art verströmt bis heute Rothenburg ob der Tauber, wie uns Sinas Foto vom Plönlein zeigt. Danke für dein Bild!

Was tragen kann

„Mein Schicksal findet mich, mein Stern findet mich, meine Ziele finden mich“ – diese Aussagen von Steiner tragen mich in Zeiten, in denen ich nichts finde, sondern mich im Suchen verliere. Das tiefe Wissen, dass ich mich immer wieder neu an mein Schicksal, meine dann vielleicht veränderten Ziele, meinen Stern, an dem ich mein Leben ausrichten kann, erinnern werde, mich dort anbinden kann, hilft in schwierigen Momenten.

Leben kann heller, schwerer, voller, was immer werden und sein. Der Wechsel ist sicher, denn nichts bleibt, alles verändert sich, manches rasch, manches unmerklich und dennoch.

Im Frieden in seinem Herzensraum zu werden ist ein guter Weg und der Text ist nicht umsonst mit „Tanz“ überschrieben. Kreistänze sind Heiltänze und wenn wir tanzen, kehren wir tief in uns selbst zurück und können dort immer und immer neu einwurzeln.

 

Allen einen beweglichen Merkurtag heute!

 

Annemarie hat diese waldreiche Landschaft im Sommer fotografiert. Danke für dein Bild!

Friedenstanz

Friedenstanz

Es keimen der Seele Wünsche,

Es wachsen des Willens Taten,

Es reifen des Lebens Früchte.

Ich fühle mein Schicksal,

Mein Schicksal findet mich.

Ich fühle meinen Stern,

Mein Stern findet mich.

Ich fühle meine Ziele,

Meine Ziele finden mich.

Meine Seele und die Welt sind Eines nur.

Das Leben, es wird heller um mich,

Das Leben, es wird schwerer für mich,

Das Leben, es wird reicher in mir.

Strebe nach Frieden,

Lebe in Frieden,

Liebe den Frieden.

Rudolf Steiner

Ein Foto von Katrin aus Sansibar. So unterschiedlich sind Wälder. Danke für das Foto!

Es kommt gern anders

Das Leben: Egal, was du planst und wie weit deine Fortschritte sein mögen, es kommt gern anders. Wie beim Labyrinth. Du glaubst, du bist ganz nah am Mittelpunkt und peng, leitet dich das Leben nochmal ganz nach außen, maximale Entfernung. Warum gerade das zu diesem Zeitpunkt gut war, erfährst du vielleicht nie.

Von außen sehen die Fragen des Lebens oft einfacher aus, als wenn man direkt in die Situation involviert ist. Das Leben nehmen, wie es ist, fällt schwer, nicht ins Opfer oder Lamentieren zu verfallen kann herausfordern. Mutig ist es, sich den Fragen zu stellen im Vertrauen, dass man schon eines Tages in Antworten hineinwachsen wird.

 

Allen einen kraftvollen Marstag mit vielen Antworten heute.

 

Katrin ist auf Sansibar und schickt tolle Fotos vom Meer dort. Danke für dein Foto!

Ein Tropfen Morgentau

Es blitzt ein Tropfen Morgentau

Im Strahl des Sonnenlichts;

Ein Tag kann eine Perle sein

Und ein Jahrhundert nichts.

Gottfried Keller, 1819–1890

Stephanie hat diese wunderschönen Frühlingsfarben eingefangen mit der Kamera. Danke dafür.

Guten Wochenstart!

Starten wir in die neue Woche. Es stehen spannende Termine mit Klienten an. Am Freitag werden die angehenden Heilpraktiker b.a.d.G.d. Psychotherapie etwas über Praxisgründung hören. Nächsten Freitag ist die Gruppe mit der Ausbildung fertig und bereitet sich dann intensiv auf die Überprüfung am örtlichen Gesundheitsamt im Oktober vor. Am Wochenende beenden die angehenden Cardeatherapeuten den Ausbildungsteil über systemische Arbeit in der Theorie und am Sonntag haben wir Aufstellungen, das gehört zu den berührendsten Arbeiten, die wir machen dürfen.

Mein echtes Wesen ergründen, wie es im Wochenspruch für diese Woche von Rudolf Steiner steht – das ist vermutlich eine Lebensaufgabe. Wer weiß, welche Schritte auf diesem Weg in dieser Woche dazu machbar sind.

Allen einen freundlichen Start in eine gute Woche.

 

Stephanie war unterwegs und hat die Frühlingsstimmung mit der Kamera eingefangen. Danke für dein Bild!

 

Ergründe ich mein echtes Wesen

Es spricht zum Weltenall,

Sich selbst vergessend

Und seines Urstands eingedenk,

Des Menschen wachsend Ich:

In dir, befreiend mich

Aus meiner Eigenheiten Fessel,

Ergründe ich mein echtes Wesen.

Wochenspruch für diese Woche von Rudolf Steiner.

Sprechend ist auch der Zauber der Natur. Was für eine wunderschöne Welt dürfen wir doch oft erblicken! Dankeschön, liebe Stephanie, für dieses tolle Foto!

Der letzte dunkle Punkt

Immer enger, leise, leise,
Ziehen sich die Lebenskreise,
Schwindet hin, was prahlt und prunkt,
Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben,
Und ist nichts in Sicht geblieben
Als der letzte dunkle Punkt.

Theodor Fontane, 1819 – 1898

Lebensfragen

Letzte Woche wäre ich auf einem wichtigen Seminar gewesen. Das Leben hatte anderes vor wie die Frage, ob ein Hautmessgerät bei meinem Bruder möglich ist, damit er nicht dreimal am Tag gepiekst werden muss wegen seines  Zuckers, sondern das Gerät das alleine misst. Es wird auf die Haut aufgebracht, doch genau das ist das Problem – er puhlt alles ab. Testen wir das Gerät oder verwerfen wir es gleich? Das sind andere Fragen als die, was gutes Marketing, Positionierung und Alleinstellungsmerkmale sind.

Das Leben stellt oft eine Frage: Was ist jetzt wirklich wichtig und zu tun? Die Antworten sind manchmal ganz einfach und manchmal sehr kompliziert. Einen Menschen versorgen, der sonst hilflos ist, ist einfach. Und kompliziert.

 

Einen liebevollen Tag.

 

 

Steffen hat dieses wunderbare Foto gemacht.

Wer wessen wem wen

Der Werwolf

Ein Werwolf eines Nachts entwich

von Weib und Kind und sich begab

an eines Dorfschullehrers Grab

und bat ihn: Bitte, beuge mich!

Der Dorfschulmeister stieg hinauf

auf seines Blechschilds Messingknauf

und sprach zum Wolf, der seine Pfoten

geduldig kreuzte vor dem Toten:

„Der Werwolf“ — sprach der gute Mann,

„des Weswolfs, Genitiv sodann,

„dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,

„den Wenwolf, — damit hat’s ein End’.“

Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,

er rollte seine Augenbälle.

Indessen, bat er, füge doch

zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!

Der Dorfschulmeister aber musste

gestehn, dass er von ihr nichts wusste.

Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,

doch „Wer“ gäb’s nur im Singular.

Der Wolf erhob sich tränenblind —

er hatte ja doch Weib und Kind!!

Doch da er kein Gelehrter eben,

so schied er dankend und ergeben.

Christian Morgenstern, 1871–1914

Diesem alten Herrn war das mit den Wölfen wurscht.

Freie Vormittage

Ich hab mir einen Vormittag freigeschaufelt, um an einem Vortrag zu arbeiten. So der Plan.

Wie ist es gelaufen? 45 Minuten, um mich bei einer Postfiliale zu verifizieren für den Wechsel eines Kontos. Die hiesige macht es nicht, die ein Dorf weiter hat nur zu ausgewählten Zeiten offen. Zwei Dörfer weiter funktioniert es. Endlich kann ich die Bank wechseln.

Beim Arzt vorbeigerauscht und Rezepte abgeholt. Orga und Beschaffung von Medikamenten für den Bruder ist eine Wissenschaft für sich. Diabetikernadeln und Messstreifen beim Fachversand. Windeln beim Windellieferanten. Medikamente in der Apotheke bestellen,„derzeit nicht lieferbar“ oder „können wir bestellen, dauert aber“. Katheter beim Urologen ordern, Rezept ans Sanitätshaus, die liefern auch Gummihandschuhe, Desinfektion und Bettschutzauflagen. Wundversorgung übers Wundmanagement, einmal im Monat wird bildlich dokumentiert und geht an den Hausarzt, der Doc kommt einmal monatlich und checkt die Lage. Einmal im Quartal wird Blut genommen, damit Stephan über das Spezialprogramm der Bad Mergentheimer Diabetespraxis versorgt wird und wir seine Krankheit gut im Griff haben.

Endlich alles geordert, im Briefkasten, bei der Apotheke abgegeben, das Gemüse geschnippelt. Nie mehr jedoch glaube ich, an einem freien Vormittag meinen Schreibtisch abzuarbeiten. Was für ne Idee auch. Wo dauernd zwischenrein das Telefon noch schellt.

 

Allen einen wandlungsfreudigen Wochenteilungstag!

 

Alles fängt mal klein an, auch im Kurpark in Wörishofen, durch den ich gerade gern mal durchschlendern würde.